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Franken

Winzerhof Stahl


Seit 1814 ist der Hof, gelegen in Auernhofen, in Familienbesitz und es wurde vorrangig Ackerbau und Viehzucht betrieben.

Christian Stahl ist längst nicht so knallhart wie sein Name andeuten könnte. Nur bei einer Sache kennt er keine Gnade: Mit fränkischer Winzerfolklore und Bocksbeutel- Nostalgie will er nichts zu tun haben. Schon früh schlüpfte er aus der Schublade Frankenwein und dachte „out of the Bocks“. Als er den elterlichen Betrieb in Auernhofen übernahm, drückte er nicht nur den Weinen, sondern auch der Vermarktung seinen ganz eigenen Stempel auf. Er verzichtet auf Prädikatsbezeichnungen sowie Auslobungen der Lagen und klassifizierte seine Weine lieber in eigene Kategorien. Mit der Basislinie „Nachschlag“ demonstriert er die perfekte Balance aus Genuss und Handwerk. Aus 1.000 Stunden Handarbeit entstehen feine Weine mit Struktur und Spannung. Das ist zeitgemäße fränkische Weinkultur auf sehr hohem Niveau. Ebenso zu begeistern weiß Christian auch als Koch und Küchenchef im hofeigenen Spitzenrestaurant. Dort lässt er sich es nicht nehmen, höchstpersönlich Menüs auf Gourmet-Niveau auf den Teller zu bringen.

Im Jahr 2000 übernahm Christian Stahl die Verantwortung für den Weinbau auf dem elterlichen Hof. Damals waren gerade einmal 1,5 ha Weinberge im Besitz des gemischten landwirtschaftlichen Betriebs. 20 Jahre später sind daraus rund 30 ha Rebfläche geworden, was einem Wachstum von ca. 2000 % entspricht. Eine Bilanz, die so manchen deutschen Großkonzern ziemlich blass aussehen lässt. Und die Kombination dieses Wachstums mit der beständig erstklassigen Qualität seiner Gewächse lässt auch die Weinwelt aufhorchen. Stuart Pigott kürte Christian Stahl in der FAZ zum „Winzer des Jahres 2018“. Geknüpft ist diese Auszeichnung insbesondere an die "Best of"-Weine aus Weinbergen, die sich über eine Länge von 50 km strecken. An das Rebgut dieser Linie hat Christian besonders strenge Anforderungen. Er reduziert den Flächenertrag auf maximal 35 Hektoliter pro Hektar. Damit unterbietet er die Regularien der berühmten „Großen Gewächse“ des VDP um ganze 15 Hektoliter! Die Weine zeigen ein fest definiertes Fruchtbild und tragen eine klar wiedererkennbare Handschrift. Die von Muschelkalk und Gipskeuper geprägten Lagen des Taubertals bringen eine hohe Mineralität und eine gewisse Salzigkeit in die Weine. Stuart Pigott bezeichnet vor allem die Silvaner als „bahnbrechend ausdrucksstark und überraschend saftig“, während er Christian Stahl im Umgang mit internationalen Rebsorten sogar attestiert „einer der besten deutschen Erzeuger trockener Weißweine aus der Sorte Sauvignon Blanc“ zu sein.

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